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Shades of grey

23. Juli 2012 um 14:48

ich muss sagen, ich kann den erfolg nicht nachvollziehen...

hab mir das buch letzte woche mit sehr hohen erwartungen gekauft und es an 2 tagen ausgelesen - jedoch nicht weil ich es so toll fand, sondern weil man einfach nicht viel länger dafür braucht.

es ist meiner meinung nach echt schlecht geschrieben - man merkt, autor ist nicht gleich schriftsteller(in). ständige wiederholungen in der figurenrede, absolut kein sprachgefühl, platte dialoge, die immer wieder kommen.

die handlung ist enttäuschend fad, alle entwicklungen vorhersehbar und klischeehaft, keinerlei nebenhandlungen. es ähnelt in seiner erzählweise einem kinderaufsatz, der mein schönstes ferienerlebnis beschreibt.

ich mag erotische literatur eigentlich, aber das eher kindlich wirkende geplapper bringt mich alles andere als in stimmung.

wie kommt es, dass dieses buch so ein erfolg wurde?? es hat das niveau eines groschenromans - ärgere mich sehr, dafür geld ausgegeben zu haben

25. Oktober 2012 um 12:04

Bedenke, wo es so erfolgreich wurde
Ich habe es auch gelesen und auch ich war von dem Schreibstil scher enttäuscht, da es nicht flüssig zu lesen war...auch stach für mich zu sehr die Fanfiction zu Twilight durch... also manche Szenen, die einfach nur "umgeschrieben" waren... an für sich fand ich die Idee recht gut...und auch die Entwicklung der Beziehung der Protagonisten zueinander... deswegen werde ich auch Teil 2 lesen... irgendwann... weil ich wissen möchte... was nun passiert... bzw. ob nach etwas passiert...
nun zum erfolg, es wurde in den USA so erfolgreich, weil es ein Tabuthema ansprach... man muss schon sagen, dass die da doch etwas konservativer sind und da schlägt so was natürlich viel mehr ein... hier schwappte es dann einfach über, weil man so viel darüber gehört hat und die Meinungen sind wirklich Nordpol / Südpol... entweder man mag es oder man findet es furchtbar... nur wenige waren irgendwo zwischendrin zu finden...

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2. November 2012 um 14:09


bin völlig deiner Meinung!!

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5. Februar 2013 um 13:36

Eine schwierige Frage...
die sich auch als fast ausgelernte Kulturwissenschaftlerin nur schwer beantworten lässt. Aber ich versuchs mal .
Mein Ding persönlich ist das Buch nicht, weder von der Erzählart in den Leseproben aus, noch wegen der hyperdevoten Frauenperspektive. Aber das sei jedem selbst zur Beurteilung gelassen. Wenn man bedenkt, dass "SoG" eine Fanfiction von Twilight mit mehr Sex werden sollte, lassen sich schon gewisse Parallelen bemerken. Z.B. die eher naive Jungfrauen-Protagonistin, das Motiv der schmachtenden Liebe und der Vampir, der die volle Macht über das Mädchen hat und damit zum absoluten Sexgott mutiert (gut, in der neuen Version ist es dann eben der Millionär...). Es wird in einschlägigen Buchrezensionen auch immer erwähnt, dass es ein zeitgeistlicher Ausdruck von Haltsuche in einer unübersichtlichen Lebenswelt ist - wobei die Hingabe nur seitens der Frau erfolgt und Christian eher mit absolutem Kontrollwahn reagiert.

Zum doch sehr klischeehaften Aufbau: Ein altbekanntes Phänomen - was einfach ist, wird oft zum Bestseller. Kino-Blockbuster aus Hollywood langweilen mich auch oft, weil sie so furchtbar vorhersehbar sind .

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