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Ein schönes Gedicht

21. Oktober 2009 um 12:46

Ich weiß Bertolt brecht war ein vertreter des 20. jahrhunderts aber Kann mir jemand sagen ich diese sgedicht genuer zuordnen kann?
Könnt ich dieses zum impressionismus oder symbolismus zählen?


Der, den ich liebe ...

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Daß er mich braucht.
Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Daß er mich erschlagen könnte.

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26. Oktober 2009 um 22:07

Antwort
Der korrekte Titel des Gedichtes lautet:
'Morgens und abends zu lesen',
was den Inhalt zweifellos steigert.

In der Gedichtsammlung 'B.B.' findet es sich im Kapitel "Kinderlieder 1937", was bedeuten könnte, daß Brecht es für (s)ein(e) Kind(er) geschrieben hat und auf jeden Fall bedeutet, daß es auf seiner (1933 begonnenen) Flucht um sein Leben entstanden ist, die ihn noch viele Jahre lang um den halben Erdball führen sollte.
Brecht hat sehr viele Gedichte für seine Kinder geschrieben, was heute nur zu gerne vergessen wird.
Zum Zeitpunkt der Niederschrift (1937 oder etwas früher, wahrscheinlich in Dänemark) wußte Brecht freilich noch nicht, ob er seinen Verfolgern je lebend entkommen würde.
("Hinter mir sind die Schergen" heißt es im Gedicht 'Der Abschied' im selben Zyklus)

Impressionismus ist es wohl nicht?! (war früher?!), Symbolismus ist es nicht (nicht verrückt genug), Expressionismus ist es nicht (nicht morbid genug).

Brecht ALS PERSON ist wohl am ehesten der 'Neuen Sachlichkeit' zuzuordnen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Sachlichkeit_%28Literatur %29

B. schrieb mal, Lyrik müsse etwas sein, was man "auf seinen GEBRAUCHSWERT" untersuchen könne. Alle "großen" Gedichte hätten "den Wert von DOKUMENTEN".
(zitiert nach Walter Hinck)

Freilich ist das vorliegende Werk mal wieder die berühmte Ausnahme:
In einer zugleich einfachen wie zärtlichen Sprache geschrieben, ungeheuer persönlich und der Einordnung in ein festes literarisches Schema trotzend.

____________________
Vielleicht steuert das zu den Fragen ein bißchen was bei,
alles ohne Gewähr! (meine eigene Interpretation)

Lyrische Grüße,
A.

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27. Oktober 2009 um 6:44
In Antwort auf anarcho

Antwort
Der korrekte Titel des Gedichtes lautet:
'Morgens und abends zu lesen',
was den Inhalt zweifellos steigert.

In der Gedichtsammlung 'B.B.' findet es sich im Kapitel "Kinderlieder 1937", was bedeuten könnte, daß Brecht es für (s)ein(e) Kind(er) geschrieben hat und auf jeden Fall bedeutet, daß es auf seiner (1933 begonnenen) Flucht um sein Leben entstanden ist, die ihn noch viele Jahre lang um den halben Erdball führen sollte.
Brecht hat sehr viele Gedichte für seine Kinder geschrieben, was heute nur zu gerne vergessen wird.
Zum Zeitpunkt der Niederschrift (1937 oder etwas früher, wahrscheinlich in Dänemark) wußte Brecht freilich noch nicht, ob er seinen Verfolgern je lebend entkommen würde.
("Hinter mir sind die Schergen" heißt es im Gedicht 'Der Abschied' im selben Zyklus)

Impressionismus ist es wohl nicht?! (war früher?!), Symbolismus ist es nicht (nicht verrückt genug), Expressionismus ist es nicht (nicht morbid genug).

Brecht ALS PERSON ist wohl am ehesten der 'Neuen Sachlichkeit' zuzuordnen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Sachlichkeit_%28Literatur %29

B. schrieb mal, Lyrik müsse etwas sein, was man "auf seinen GEBRAUCHSWERT" untersuchen könne. Alle "großen" Gedichte hätten "den Wert von DOKUMENTEN".
(zitiert nach Walter Hinck)

Freilich ist das vorliegende Werk mal wieder die berühmte Ausnahme:
In einer zugleich einfachen wie zärtlichen Sprache geschrieben, ungeheuer persönlich und der Einordnung in ein festes literarisches Schema trotzend.

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Vielleicht steuert das zu den Fragen ein bißchen was bei,
alles ohne Gewähr! (meine eigene Interpretation)

Lyrische Grüße,
A.

Antwort II
Nachtrag:

Ich würde es in 'Exilliteratur' einordnen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Exilliteratur

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