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Erotikroman

19. März 2014 um 20:52

Preface:

"Wie bitte? Du hast ES getan?"

Übermüdet vom letzten Wochenende mit meinen Kumpels hocke ich am Esstisch und starre Nathalie an. Die Gabel mit der aufgespiessten Karottenscheibe zittert zwischen meinen Fingern und will nicht mehr weiter zwischen meine halbgeöffneten Lippen. Mein Rachen ist trocken. Ich schlucke leer. Hab ich eine Ladung Sägespäne verschluckt?
Meine Lippen fühlen sich rau an, als ich mit der Zungenspitze darüberfahre. In meiner Bauchgegend rumort es. Ich atme heftiger. Ein saures Irgendwas jagt mir den Hals hoch und macht sich in meinem Gaumen breit. Ich gleite mit meinen Fingern über meinen Sixpack und atme dabei noch heftiger ein und aus. Kann es wirklich sein?
"Ja, ich hab's getan!" Wie eine sich im Sturm an der Hafenmole brechende Welle dröhnen ihre Worte immer wieder in meinem Kopf. "Ich hab's getan!"
Diese verdammten vier Worte. Warum nur hat sie es getan? Gestern noch fühlte ich mich stark wie ein Hammer. Ich war der Super-Macker. Doch dieses ganz banale 'Ich hab's getan' streckt mich zu Boden. Ich könnte lostoben vor Wut. Ich könnte losheulen vor Trauer und Enttäuschung. Doch fühle ich mich einfach nur elend und klein. Meine Augenwimper kleben aufeinander. Meine Nase rinnt. Meine Wangen sind feucht. Ich fahre mit dem Handrücken über mein Gesicht. Der Handrücken glänzt im Licht der Glühbirne. Ich zücke ein Taschentuch und schnäuze mich.


- 1 -


Mein Name ist Randy Randy Male. Ich war ein ... Ich bin ein ... Ich werde immer ein ... sein. Das hat mir schon so manche gesagt. Und wohl nicht mal so zu Unrecht. Denn im Leben geht es immer um mich. So auch jetzt bei meiner Lebensbeichte. Wobei Beichte tönt so, als hätte ich was verbrochen. Dabei bin ich es, an dem ein Verbrechen verübt worden ist.
Ich bin im Herzen Europas aufgewachsen und stand schon als Teenager immer mal wieder meinen Mann bis zum 31 Juli jenes Sommers, in dem ich meiner finalen Bestimmung über den Weg gelaufen bin. Nathalie, der gerade mal 17 Jahre jungen Französin. Wir hatten Sex. Dann zogen wir zusammen. Und hatten Sex. Dann haben wir geheiratet. Und hatten noch immer Sex. Doch dann kam Nathalie mit ihrem verhängnisvollen Vorschlag. Und sie hatte Sex aber ohne mich.
Zu keinem Zeitpunkt stellte ich mir vor, dass auf Nathalies Worte Taten folgen konnten. Zu keinem Zeitpunkt rechnete ich mit einem 'Ich hab's getan!' Doch Nathalie hat nicht nur geträumt. Sie hat es getan. Und da sind sie auch schon wieder, diese verdammten vier Worte, 'Ich hab's getan!'. Ganz deutlich höre ich sie in meinen Ohren. So habe ich mir das nicht vorgestellt.
Nathalie hat meine Abwesenheit ausgenutzt und mir ein dickes Paar Hörner verpasst. Mit ihrem Jugendfreund. Ich raufe ein letztes Mal meine Haare, reisse den Kühlschrank auf und ertränke meinen Schmerz im Bier. Denn als erstes schuf Gott den Mann. Begeistert vom guten Gelingen schenkte er ihm die Frau. Dann tat ihm der Mann leid und er gab ihm den Alkohol. Fassweise, wohl verstanden. Mein Vorrat reicht für den ganzen Abend.
Nathalie, die Unschuld vom Lande, hatte mich mit dem Angebot zum Seitensprung geködert. Beide sollten wir ein einziges Mal auf unsere Kosten kommen. Ohne schlechtes Gewissen eine Nacht lang einer nymphomanisch veranlagten Blondinen oder Brünetten den Verstand rausvögeln. Von Ekstase zu Ekstase reiten, die Nacht zum Tag werden lassen. So hatte ich in meinem Geiste gedacht. Doch Frauen sind uns Männern geistig meist meilenweit voraus.
Da wurden doch neulich zwei in einen Autounfall verwickelt. Sagt sie zu ihm: "So ein Zufall. Beide Autos demoliert. Doch wir beide sind unverletzt. Ein Fingerzeig Gottes. Er will uns zusammen sehen." Der Mann betrachtet die attraktive Frau und meint: "Du hast Recht, ein Fingerzeig Gottes!" Sie lacht: "Noch ein Wunder. Mein Auto ist Schrott, doch die Weinflasche auf dem Rücksitz ist unbeschädigt. Wir sollen auf unser Glück anstossen!" Sie öffnet die Flasche und reicht sie dem Mann. Er lacht, setzt die Flasche an, leert die Hälfte, wie bei Männern üblich, in einem Zug und reicht sie der Frau. Diese steckt den Korken hinein. "Willst du nicht trinken?", fragt er. Sie schüttelt den Kopf. "Ich warte lieber, bis die Bullen hier sind!" Er lacht nicht mehr.
Nicht anders ist es mir ergangen. Nathalie hatte ihren Seitensprung an der Angel und nur auf meine Zustimmung gewartet. Die ich Naivling ihr auch noch gegeben habe. Auch ich lache jetzt nicht mehr.


- 2 -


Man(n) beachte den Konjunktiv: Im Unterschied zu Männern würden Frauen ihre Fehler sofort zugeben, wenn sie welche hätten. Nathalie rechtfertigt sich lange und ausführlich. Sie hätte sich angeblich nie vorstellen können, dass mich ihr Seitensprung treffen würde. Sie würde alles rückgängig machen, wenn sie könnte. Doch alles "hätte" und "würde" hilft mir in meiner Selbstmitleidsphase nichts.
"Nächste Woche siehst du deine Ex", sind jene Worte, die mich am härtesten treffen. "Ich weiss genau, du bist noch scharf auf sie."
Ich kann für mich denken und weiss selbst am besten, ob ich mit einer Frau in die Kiste will oder nicht!
Ja, da hocke ich nun in meinem Elend und bin dabei ganz selbst schuld. Ich habe einen Vertrag abgeschlossen, ohne das Kleingedruckte zu lesen. Ich greife zur Flasche und ertränke meine Gedanken in Hochprozentigem, bis mir langsam der Stoff ausgeht. Doch auch mit ertrunkenen Gedanken denkt es sich ganz gut. Wenn nicht sogar besser. Mir steht noch immer eine heisse Liebesnacht zu. Nathalie hat es nicht anders verdient. Eine Nacht mit Tanja? Oder Barbara? Jacqueline? Lina?
Schon sind sie da, Engelchen und Teufelchen auf meinen beiden Schultern. Will ich Gleiches mit Gleichem vergelten? Sind es nur Fantasien, die mich zum Einverständnis bewogen haben, oder suche ich wirklich einen Seitensprung? Und jetzt? Will ich Rache oder suche ich das sexuelle Abenteuer? Wie würde Nathalie reagieren, hätte ich sie zuerst betrogen? Würde sie sich rächen?
Frauen sind generell kreativer, wenn es um Rache geht. Ich denke an die Reaktion der betrogenen Ex meines Kumpels Sven. Zuerst bestreute sie seinen Perserteppich mit Kressesamen, denen sie wohlweislich viel Wasser gab. Drei Tage später war Svens Wohnung ein Gewächshaus. Dann fuhr sie mit seinem geliebten Porsche ins zehnstöckige Parkhaus beim Bahnhof und schickte Sven Schlüssel und Parkschein per Post. Er brauchte Stunden, um den Sportwagen zu finden. Und vom Parkhaus ging sie gleich weiter zu einer Agentur und schaltete eine Anzeige in den gängigsten Tageszeitungen. "Gutgebauter und einfühlsamer Boy verwöhnt sie und ihn von zärtlich bis streng!" Sven musste Handy und Festnetzanschluss abmelden. Man(n) soll sich zwei Mal überlegen, ob Man(n) sich mit Frau einlassen will.
Während Engelchen und Teufelchen noch so miteinander zanken, klopft es an die Türe meines Einzelbüros. Angelo, mein Business Manager, steht mit dem Cappuccino auf der Türschwelle.
"Wie immer ohne Zucker", schmunzelt er. "Sonst noch was?"
"Wann ist Susanne zurück aus Ibiza?"
"Montag." Ich sehe noch immer seine Stockzähne. "Noch was?"
Ich schüttle den Kopf. Angelo ist nicht überrascht. Wir kennen uns schon lange. Beide wissen wir, wie wir funktionieren und was wir aneinander haben. Ich kann mich auf ihn verlassen. Er tut alles, was ich will. Und manchmal sogar noch mehr. Jeden Morgen, wenn meine Sekretärin noch nicht im Büro ist, bringt er mir den ersten Kaffee. Und selbst am Wochenende ist er jederzeit abkömmlich. Denn er weiss, dass er sich im Frühjahr, wenn der fette Ab-zockerbonus fällig wird, nicht beklagen kann. Und auch Ende dieses Jahres wird er sich nicht beklagen können.
Angelo zieht die Türe hinter sich ins Schloss. Ich überlege. Vor Monatsfrist hat er, der süditalienische Casanova, mit seinen Blinddates geprahlt, von unersättlichen Frauen geschwärmt, von Topmodels, die sich mit ihm in den Bettlaken gewälzt haben. Wäre ein Blinddate auch was für meinen Rachefeldzug? Ich starre auf meine Rolex. Es bleiben 19 Minuten bis zur Geschäftsleitersitzung. Wie hiess noch die Internetpage? Irgendwas mit Flirt. Ich starre zum Fenster hinaus... Swissflirt!
Noch 17 Minuten. Ich bin online. Die Dating-Site verlangt nach den persönlichen Daten. Shit! Das kann mich meine Karriere kosten, denke ich nur ganz kurz. Diesmal noch mit dem Hirn. Es verbleiben 14 Minuten. Nur kurz zögere ich, dann tippe ich den fiktiven Vornamen ein. 'Randy', auf Deutsch geil. Das passt. Ein idealer Name für mich. Nachname? 'Male', auf Deutsch das Mannsbild. Ich schmunzle. Die weiteren Angaben kreiere ich wie im Fluss. Ich haue in die Tasten und drücke auf Return. Noch 7 Minuten, dann beginnt mein Meeting. Das Pferd auf dem Bildschirm galoppiert. Es dauert eine Ewigkeit, bis etwas geht. Endlich bekomme ich die Bestätigungsmail. Mein Account ist eröffnet.

Überschrift: Traumwelt

Region: Basel Stadt; Beziehung: Abenteuer; Alter: 30; Grösse: 180 cm; Körperbau: schlank, muskulöser Body; Haarfarbe: braun; Augenfarbe: braun; Sternzeichen: Stier; Raucher: nein; SMS Antworten: nein.

So weit, so gut. Doch noch klafft ein jungfräuliches Feld für den Anzeigentext. Worauf fährt eine Frau ab, die sich nicht einfach nur gelangweilt mit gespreizten Beinen auf den Rücken legen will? Ich blicke auf die Uhr. Noch 2 Minuten. Ich ziehe die Karte aus dem PC, kralle meine Notizen und fliege dem Meetingraum entgegen. Verdammt, was bin ich doch für ein geiler Macker. Jetzt fehlen nur noch ein paar scharfe Zeilen, und die Frauenwelt ist mein.
Ich reisse die Türe auf und schnauze einfach mal grundlos den Chef-Controller an.

Ich schreibe möglichst bald weiter von...

Randy Male - Male got Mail

a+, Liz

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2. April 2014 um 21:11

Male got Mail
Tja, ich glaube, mit der heutigen Emanzipation sind wir Frauen ggü den Männern da gar nicht mehr so im Rückstand. Doch wichtig ist dabei immer wieder, dass ein Gleichgewicht besteht, sei es in einer Beziehung, in einem Abenteuer oder bei Seitensprüngen. Wobei, ich kann manchmal ganz gut als kleines Ferkel leben...

Ich wollte eigentlich heute noch eine weitere Passage anhängen, doch schaff ich es (noch) nicht. Doch was lange währt...

a+
Liz

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23. April 2014 um 19:55

Kapitel 3 - Male got Mail
- 3 -

Ich suche keinen 08 15 Seitensprung, um meinen Ego zu befriedigen. Mich dürstet nach Horizonterweiterung nicht nur in der Horizontalen. Meine fantastische Bett-Gespielen, die mit mir vom hügeligen Seufzer bis zum Gipfel der Ekstase reitet, soll mehr als 08 15 sein.

Mein Daumen gleitet über die Kuppe meines Mittelfingers. Ich weiss, was diese Fingerspitzen bei einer Frau anrichten können. Ich liebe es, mit ihnen über ihre straffe Haut zu gleiten, zu sehen, wie sich ihr schlanker Körper zu regen beginnt, wie sich ihr Kinn nach hinten reckt, wie sich ihr Hals immer mehr anspannt, wie ihre Augen unter den geschlossenen Lidern kugeln, wie sich ihre Fingernägel in der Decke verkrallen und sich ihr nackter Körper immer wilder hin und her windet und meine Erlösung herbeisehnt.

Ich versuche, mich in die Leserin des Inserats hineinzuversetzen. Worauf steht sie? Sucht sie den harten Sex, den sie zu Hause nicht bekommt? Oder Bestätigung? Eine Karrierefrau, die keine Zeit hat für eine Beziehung, aber trotzdem nicht auf ihre Orgasmen verzichten will?

Männer wie ich werden auf der Strasse kaum angesprochen. Frau rechnet sich einfach keine Chance aus, bei mir zu landen. Ich strotze vor Selbstvertrauen, komme arrogant und überheblich daher und kümmere mich einen Deut darum, was andere von mir halten. Meine Finger gleiten über den linken Oberarm. Hart und fest zeichnet sich der Bizeps unter dem weissen Hemd ab.

Ich schmunzle. Im Internet wirke ich nahbarer. Bedingt durch die räumliche Distanz verliert Frau ihre Hemmungen, denke ich so bei mir, ziehe die Krawatte etwas enger, streiche mit den gespreizten Fingern durch mein lockig fallendes dunkles Haar und schmunzle erneut. Mein Gesicht widerspiegelt sich im Bildschirm, die kantigen Züge, das kräftige Kinn, meine matten Wangen, die braunen Augen mit diesem Blick, dem kaum jemand standhalten kann. Die Person, die mich in die Knie zwingt, muss erst noch geboren werden.

Ich denke wieder an mein Target, meine Zielfrau. Hinter dem Bildschirm wiegt sie sich in Sicherheit. Ich lauere wie die Spinne im Versteck, gebe ihr das Gefühl, dass sie die Zügel in den Händen hält und bestimmen kann. Bis zum Zeitpunkt, wenn Frau sich richtig auf die erotische Diskussion mit mir einlässt. Noch ist Frau überzeugt davon, den Wortwechsel jederzeit abbrechen zu können. Doch Frau gilt nicht umsonst als neugierig. Oft surft Frau aus Langeweile durchs Internet. Aus Neugierde liest sie ein paar erotische Zeilen, verfasst vielleicht sogar selbst welche. Doch bis zum Blinddate mit dem wildfremden Mann ist es noch eine Weltreise. Es muss mir deshalb gelingen, so schnell als möglich nicht mehr der Fremde zu sein. Mit einem Netz packender Erzählungen mache ich sie so richtig neugierig, fessle sie und fange sie endlich ganz ein. Eben, wie die Spinne ihr Opfer!

So in etwa stelle ich mir die kommenden Tage vor. Länger brauche ich nicht. Ich spiele Karte um Karte aus, wobei meine unbestrittene Trumpfkarte das Erzählen von Geschichten ist. Was keine Frau erwartet, die mich auf der Strasse sieht. Frau hält mich für einen Mega-Sportler, für einen Hengst im Bett, für einen unnahbaren Filmschauspieler oder für einen erfolgreichen Jungbanker was ich in Wirklichkeit auch bin. Dass ich ein Wortakrobat bin, damit rechnet Frau nicht.

Frauen sind gefühlsbetonter als Männer. Gefühle muss ich deshalb ins Spiel bringen sowie verständnisvoll, vertrauenerweckend und treuherzig wirken. Ich spinne Wunschdenken und Träume zu einem feinen Gewand. Darauf fahren Frauen ab. Das ist meine Masche.

Angelo versucht es jeweils auf die Mitleidstour: "Meine Freundin hat mich verlassen!", schluchzt er dann, oder: "Ich bin bei der Prüfung durchgefallen und jetzt am Boden zerstört!"

Ich bin anders. Wo komme ich hin, wenn ich mich zu einer naiven Göre ins Bett heule? Nein, ich möchte das Girl nicht mit Tränen befeuchten, sondern mit meinem Stab. Sonst nehme ich lieber mein Glück selbst in die Hand und hole mir im stillen Kämmerlein einen runter.

Ich suche eine selbstbewusste Frau, die meiner würdig ist, und keinen Trostpreis. Nicht der sexuelle Akt steht im Vordergrund, sondern die Herausforderung, der Kick, der stimmige Weg zum Seitensprung. Ich ziehe den Laptop auf meine Oberschenkel. Wie immer schreibe ich mit Kleinbuchstaben. Mir ist egal, was andere davon halten. Ich haue in die Tasten.


geheimnisvolle unbekannte,

geht es dir nicht gleichermassen? die tage ziehen dahin, und du suchst nach wie vor nach etwas interessantem und abwechslungsreichem nach etwas anderem. du möchtest dem alltagstrott entfliehen, hast die monotonie satt, getraust dich aber nicht, den schritt zu machen und mal einen abend lang auszubrechen.

möchtest du wieder einmal dieses kribbeln der im bauch einen frühlingstanz zelebrierenden schmetterlinge verspüren? möchtest du verzaubert und verwöhnt werden? möchtest du die ganze aufmerksamkeit auf dir vereinen und im mittelpunkt stehen?

dann melde dich. ein charmanter, attraktiver mann (ohne finanzielle interessen, nicht ganz ungebunden) wartet auf deine mail. ich bin sportlich, ausdauernd, romantisch, verständnisvoll und einfühlsam. bitte schreibe mir, wie du dir einen abend mit mir vorstellst und was du dir von der zeit mit mir erhoffst.

ganz lieben gruss und bis bald!

randy


Ich lade kein Foto von mir hoch. Das kann ich mir wegen meiner Karriere nicht erlauben. Was meine Chancen mindert. Denn bei den meisten Anzeigen lächelt dich irgend so ein Pavian an. Und nicht nur fettleibige Glatzköpfe sind dabei, ganz im Gegenteil. Wobei sorry, nichts gegen Leute mit geringerer Haarpracht. Schliesslich ist eine Glatze FKK auf höchster Ebene.

Am nächsten Morgen stelle ich zweierlei fest. Da ist zuerst mal keine einzige Antwort in meiner Inbox. Keine Junkmail, keine Werbung, kein gar nichts. Nicht mal die Urgrossmutter von nebenan hat geschrieben. Ausserdem haben in diesen wenigen Stunden 19 weitere Männer eine Anzeige geschaltet. Das ist zusätzliche Konkurrenz. Oder wie ich einst in der Wirtschaftsuni gelernt habe: Das knappe Gut 'Frau' hat einen höheren Preis als das im Überfluss vorkommende Gut 'Mann'. Ich muss mich mächtig anstrengen.

Die Dame von Welt möchte, dass ihre unerfüllten, wilden Fantasien erfüllt werden. Sie hat keinen Bedarf nach derselben Schmalkost wie zu Hause. Dafür lohnt es sich nicht, die gesicherte Zukunft mit dem Alten zu riskieren. Ich knalle den Laptop zu.

...

...

...mehr im Roman "Male got Mail", erhältlich im Buchladen oder online bei Amazon etc... oder bald mal wieder ein paar weitere zeilen hier...

a+,
Liz


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23. April 2014 um 20:06

Na ja, so schlimm seid ihr männer nunauch wieder nicht...
Tja, ich glaube, mit der heutigen Emanzipation sind wir Frauen ggü den Männern da gar nicht mehr so im Rückstand. Doch wichtig ist dabei immer wieder, dass ein Gleichgewicht besteht, sei es in einer Beziehung, in einem Abenteuer oder bei Seitensprüngen. Wobei, ich kann manchmal ganz gut als kleines Ferkel leben...

Ich wollte eigentlich heute noch eine weitere Passage anhängen, doch schaff ich es (noch) nicht. Doch was lange währt...

a+
Liz

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