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Lieblingsgedichte bitte hier rein

29. September 2004 um 22:37

Und Erde ist die Hand, die dieses Buch still schließt

Noch leer die Felder, Erde, Staub und Ackerfurchen.
Von kahlem Holz sind alle Wälder taub und schwer,
Und nur Gedanken an den Frühling schwanken
Unausgewachsen wie im Wasser Lurchen.

Du selbst kamst aus dem Ackerstaub mal her
Und gehst und denkst und liebst dich selber sehr.
Du glaubst selbst, daß du liebend dich verschenkst,
Und blühst doch nur wie bald die Apfellauben
Und meinst, daß du gelitten und dich mühst
Und weinst, wenn deine Jahre tot verstauben.

Doch Erde alles ist: das Buch, worin du Lieder liest,
Und Erde ist die Hand, die dieses Buch still schließt.

Max Dauthendey

______________________

Das trunkene Lied


O Mensch! Gib acht!

Was spricht die tiefe Mitternacht?

"Ich schlief, ich schlief -,

aus tiefem Traum bin ich erwacht: -

Die Welt ist tief,

und tiefer als der Tag gedacht.

Tief ist ihr Weh -,

Lust - tiefer noch als Herzeleid:

Weh spricht: Vergeh!

doch alle Lust will Ewigkeit -,

- will tiefe, tiefe Ewigkeit!"


Friedrich Nietzsche

__________________________

Ivan Goll (1891-1950)
(aus: POEMES D'AMOUR. 1930)

Am fünftausendsten Abend unsrer Liebe
Bin ich noch immer so schüchtern wie einst:
Beflecke meine weißen Handschuh mit dem Blau
Zu feucht gepflückter Glockenblumen
Und ersticke ungeschickt die Lerche
Die ich dir mitgebracht in meiner Tasche
Noch immer weiß ich nicht wie ich dir lächeln soll
Um die Traurigkeit meines Glücks zu verstecken
Und wenn ich dich umarmen will
Werf ich die Sonne um


____________________

Erich Fried
Dich

Dich nicht näher denken
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist

Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter

Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist

_______________________

Genug oft, dass zwei Menschen sich berühren,
- nicht leiblich, geistig nur - dass sie sich "sehn",
dass sie sich einmal gegenüberstehn -
um sich danach auf immer zu verlieren.

Genug oft, dass ein Lächeln zweier Seelen
vermählt - oh nicht vermählt! Nur dies: sie führt,
so voreinander schweigend und erschüttert,
dass ihnen alle Wort' und Wünsche fehlen,
und jede, unaussprechlich angerührt,
nur tief vom Zittern der verwandten zittert.

Christian Morgenstern

_______________

so, das sollte reichen

und nun hoffe ich mal auf euch.
(wo ich doch so gern gedichte lese, und es gibt so unendlich viele, die ich noch nicht kenne)

andrea sagt schon mal danke

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20. Oktober 2004 um 14:49

Das trunkene Lied
zählt auch zu meinen lieblingsgedichten, aber es gibts noch viele, viele andere ...

ecce homo

ja, ich weiss, woher ich stamme:
ungesättigt gleich der flamme
glühe und verzehr ich mich
licht wird alles, was ich fasse
kohle alles, was ich lasse
- flamme bin ich sicherlich.

- f. nietzsche

______________________

Die Birke

Eines Dichters Traumgerank
mag sich feiner nicht verzweigen,
leichter nicht dem Winde neigen,
edler nicht ins Blaue steigen.

Zärtlich, jung und überschlank
lässest du die lichten, langen
Zweige mit verhaltnem Bangen
jedem Hauche regbar hangen.

Also wiegend leis und schwank
willst du mir mit deinen feinen
Schauern einer zärtlich reinen
Jungendliebe Gleichnis scheinen.

- hermann hesse

____________________________


Nur zwei Dinge

Durch so viel Form geschritten,
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewußt,
es gibt nur eines: ertrage
- ob Sinn, ob Sucht, ob Sage -
dein fernbestimmtes: Du mußt.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.

- gottfried benn

_______________________

Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei - verjährt -
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb

Ich habe dich so lieb.

- j. ringelnatz

_______________________________

Eins und alles

Im Grenzenlosen sich zu finden,
Würd gern der Einzelne verschwinden.
Da löst sich aller Überdruss;
Statt heissem Wünschen, wildem Wollen,
Statt läst'gem Fordern, strengem Sollen,
Sich aufzugeben ist Genuss.

Weltseele, komm, uns zu durchdringen!
Dann mit dem Weltgeist selbst zu ringen
Wird unsrer Kräfte Hochberuf.
Teilnehmend führen gute Geister
Gelinde leitend, höchste Meister,
Zu dem, der alles schafft und schuf.
Und umzuschaffen das Geschaffne
Damit sich's nicht zum Starren waffne,
Wirkt ewiges lebendiges Tun.
Und was nicht war, nun will es werden,
Zu reinen Sonnen, farbigen Erden,
In keinem Falle darf es ruhn.
Es soll sich regen, schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht's Momente still.

Das Ewige regt sich fort in allem:
Denn alles muss in Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will.

- goethe

____________________________

So tief und weich, als ob es Gräber wären,
Laß unsre duftumhüllten Lager sein,
Und ringsum Blumen, die in schönren Sphären
Für uns erblüht in einem fremden Hain.

Laß unser letztes Glühen und Begehren
Gleich düsterroten Fackeln lodern drein,
Zwiefache Flammen, die sich spiegelnd mehren
In unsrer Doppelseele Widerschein.

Der Abend brennt in rosig-blauem Flimmer,
Ein letztes Glühen noch, dann schweigt für immer
Der lange Seufzer, schwer von Abschiedsqual.

Und lächelnd tritt ein Engel in das Zimmer
Und weckt zu neuem Leben, neuem Schimmer
Erloschne Spiegel, toter Kerzen Strahl.

- charles baudelaire - les fleurs du mal - der tod der liebenden

_____________________________

eine nacht in ewigkeit

Nicht nur ein Wort
Erhellt die Nacht
Unsere Herzen strahlen
In tiefster Sehnsucht
Und unsere Seelen
Fallen diesem Glanz
Abgeschieden blende mich
Verführe mich - durchflute mich
Du strömend Licht
Erhellst du mich?

Aus der Stille - aus dem Nichts
Eingetaucht in mich
Erhalte mich in dieser Nacht...

Hat auch der Knebel der Vernunft
Mich nicht bewahrt
Verschlungen trinken nun
Verschmolzen wir zu bluten
Opfer sind wir Täter und
Erstürmen unserer Nähe Sucht
Durch Fleisch und Raum
Durch Zeit und Lust
Durch Schweiss und Sucht
Durch mich in dich

Verführe mich - durchflute mich
Durchströme mich
Erhelle mich!

Aus der Stille - aus dem Nichts
Eingetaucht in dich
Erhalte mich - in dieser Nacht...

Und wenn ich dich berühre
Deinen Körper bis in jede Zelle spüre
Und wenn ich dich umgarne
Deine Blösse um die
Meine feucht ich fühle
Und wenn wir uns verlieren
Nur gemeinsam und für immer diese
Nacht einander schenken
Und wenn die Schatten fallen
Zwischen deine Lippen ich den letzten
Kuss ganz tief versenke

Eine Nacht in Ewigkeit
So sind wir für immer vereint
Und Schönheit wiegt uns
Schliesslich in den Schlaf...

- lacrimosa


____________________________

Es gibt ein Leben, dessen Faden
Ganz eng verflochten ist dem meinen.
Will das Schicksal ihnen schaden,
So trennt es beide oder keinen.

Es gibt den Leib,
in den mein Blick Sich mit Entzücken oft versenkt;
Bei Tag erfüllt er mich mit Glück,
Und nachts der Traum ihn wiederschenkt.

Es gibt die Stimme, deren Klang
Besänftigt meinen wilden Sinn.
Hör ich der Seraphim Gesang,
Mischt diese Stimme sich in ihn.

Es gibt das Antlitz, dessen Rot
Entflammt wird durch der Liebe Licht
Und das erbleicht, wenn Abschied droht,
Und dann noch mehr von Liebe spricht.

Es gibt die Lippe, die mich küsst,
Doch keinen andern je vorher.
Ich schwor, dass sie mein eigen ist,
Und küsse sie drum mehr und mehr.

Es gibt die Brust, die meiner Qual
So oft ein sanftes Kissen scheint,
Den Mund, der lächelt mir zumal,
Das Aug, das weint, wenn meines weint.

Es gibt zwei Herzen, deren Regung
Möchte immer nur in eins verfließen,
So dass im Einklang der Bewegung
Sie schlagen oder sterben müssen.

Es gibt zwei Seelen, welche immer
Vereint sind, wie ein Strom verrinnt;
Und trennte man sie... trennen? nimmer!
Es trennt sie nichts, denn eins sie sind.

- lord byron


____________

Ich hab dich zum König ernannt

Ich hab dich zum König ernannt.
Größere gibt es, größer als du.
Reinere gibt es, reiner als du.
Schönere gibt es, schöner als du.

Doch du bist der König.

Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sieht deine Krone aus Kristall,
niemand schaut
den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt,
den Teppich, der gar nicht da ist.

Und wenn du erscheinst,
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf, rütteln
die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt.

Nur du und ich,
nur du und ich,
nur du und ich,
mein Lieber,
hören ihn tönen.

- pablo neruda (original in der weibl. form königin)

_________________________


das sollte erstmal reichen...

liebe grüsse,
cosmic.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Oktober 2004 um 22:15
In Antwort auf Cosmicgirl

Das trunkene Lied
zählt auch zu meinen lieblingsgedichten, aber es gibts noch viele, viele andere ...

ecce homo

ja, ich weiss, woher ich stamme:
ungesättigt gleich der flamme
glühe und verzehr ich mich
licht wird alles, was ich fasse
kohle alles, was ich lasse
- flamme bin ich sicherlich.

- f. nietzsche

______________________

Die Birke

Eines Dichters Traumgerank
mag sich feiner nicht verzweigen,
leichter nicht dem Winde neigen,
edler nicht ins Blaue steigen.

Zärtlich, jung und überschlank
lässest du die lichten, langen
Zweige mit verhaltnem Bangen
jedem Hauche regbar hangen.

Also wiegend leis und schwank
willst du mir mit deinen feinen
Schauern einer zärtlich reinen
Jungendliebe Gleichnis scheinen.

- hermann hesse

____________________________


Nur zwei Dinge

Durch so viel Form geschritten,
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewußt,
es gibt nur eines: ertrage
- ob Sinn, ob Sucht, ob Sage -
dein fernbestimmtes: Du mußt.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.

- gottfried benn

_______________________

Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei - verjährt -
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb

Ich habe dich so lieb.

- j. ringelnatz

_______________________________

Eins und alles

Im Grenzenlosen sich zu finden,
Würd gern der Einzelne verschwinden.
Da löst sich aller Überdruss;
Statt heissem Wünschen, wildem Wollen,
Statt läst'gem Fordern, strengem Sollen,
Sich aufzugeben ist Genuss.

Weltseele, komm, uns zu durchdringen!
Dann mit dem Weltgeist selbst zu ringen
Wird unsrer Kräfte Hochberuf.
Teilnehmend führen gute Geister
Gelinde leitend, höchste Meister,
Zu dem, der alles schafft und schuf.
Und umzuschaffen das Geschaffne
Damit sich's nicht zum Starren waffne,
Wirkt ewiges lebendiges Tun.
Und was nicht war, nun will es werden,
Zu reinen Sonnen, farbigen Erden,
In keinem Falle darf es ruhn.
Es soll sich regen, schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht's Momente still.

Das Ewige regt sich fort in allem:
Denn alles muss in Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will.

- goethe

____________________________

So tief und weich, als ob es Gräber wären,
Laß unsre duftumhüllten Lager sein,
Und ringsum Blumen, die in schönren Sphären
Für uns erblüht in einem fremden Hain.

Laß unser letztes Glühen und Begehren
Gleich düsterroten Fackeln lodern drein,
Zwiefache Flammen, die sich spiegelnd mehren
In unsrer Doppelseele Widerschein.

Der Abend brennt in rosig-blauem Flimmer,
Ein letztes Glühen noch, dann schweigt für immer
Der lange Seufzer, schwer von Abschiedsqual.

Und lächelnd tritt ein Engel in das Zimmer
Und weckt zu neuem Leben, neuem Schimmer
Erloschne Spiegel, toter Kerzen Strahl.

- charles baudelaire - les fleurs du mal - der tod der liebenden

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eine nacht in ewigkeit

Nicht nur ein Wort
Erhellt die Nacht
Unsere Herzen strahlen
In tiefster Sehnsucht
Und unsere Seelen
Fallen diesem Glanz
Abgeschieden blende mich
Verführe mich - durchflute mich
Du strömend Licht
Erhellst du mich?

Aus der Stille - aus dem Nichts
Eingetaucht in mich
Erhalte mich in dieser Nacht...

Hat auch der Knebel der Vernunft
Mich nicht bewahrt
Verschlungen trinken nun
Verschmolzen wir zu bluten
Opfer sind wir Täter und
Erstürmen unserer Nähe Sucht
Durch Fleisch und Raum
Durch Zeit und Lust
Durch Schweiss und Sucht
Durch mich in dich

Verführe mich - durchflute mich
Durchströme mich
Erhelle mich!

Aus der Stille - aus dem Nichts
Eingetaucht in dich
Erhalte mich - in dieser Nacht...

Und wenn ich dich berühre
Deinen Körper bis in jede Zelle spüre
Und wenn ich dich umgarne
Deine Blösse um die
Meine feucht ich fühle
Und wenn wir uns verlieren
Nur gemeinsam und für immer diese
Nacht einander schenken
Und wenn die Schatten fallen
Zwischen deine Lippen ich den letzten
Kuss ganz tief versenke

Eine Nacht in Ewigkeit
So sind wir für immer vereint
Und Schönheit wiegt uns
Schliesslich in den Schlaf...

- lacrimosa


____________________________

Es gibt ein Leben, dessen Faden
Ganz eng verflochten ist dem meinen.
Will das Schicksal ihnen schaden,
So trennt es beide oder keinen.

Es gibt den Leib,
in den mein Blick Sich mit Entzücken oft versenkt;
Bei Tag erfüllt er mich mit Glück,
Und nachts der Traum ihn wiederschenkt.

Es gibt die Stimme, deren Klang
Besänftigt meinen wilden Sinn.
Hör ich der Seraphim Gesang,
Mischt diese Stimme sich in ihn.

Es gibt das Antlitz, dessen Rot
Entflammt wird durch der Liebe Licht
Und das erbleicht, wenn Abschied droht,
Und dann noch mehr von Liebe spricht.

Es gibt die Lippe, die mich küsst,
Doch keinen andern je vorher.
Ich schwor, dass sie mein eigen ist,
Und küsse sie drum mehr und mehr.

Es gibt die Brust, die meiner Qual
So oft ein sanftes Kissen scheint,
Den Mund, der lächelt mir zumal,
Das Aug, das weint, wenn meines weint.

Es gibt zwei Herzen, deren Regung
Möchte immer nur in eins verfließen,
So dass im Einklang der Bewegung
Sie schlagen oder sterben müssen.

Es gibt zwei Seelen, welche immer
Vereint sind, wie ein Strom verrinnt;
Und trennte man sie... trennen? nimmer!
Es trennt sie nichts, denn eins sie sind.

- lord byron


____________

Ich hab dich zum König ernannt

Ich hab dich zum König ernannt.
Größere gibt es, größer als du.
Reinere gibt es, reiner als du.
Schönere gibt es, schöner als du.

Doch du bist der König.

Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sieht deine Krone aus Kristall,
niemand schaut
den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt,
den Teppich, der gar nicht da ist.

Und wenn du erscheinst,
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf, rütteln
die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt.

Nur du und ich,
nur du und ich,
nur du und ich,
mein Lieber,
hören ihn tönen.

- pablo neruda (original in der weibl. form königin)

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das sollte erstmal reichen...

liebe grüsse,
cosmic.

Lacrimosa
das hab ich sofort erkannt - eine wissenlücke. denn - kannte ich nicht. wunderschön.

nietzsche liegt mir - sehr

aber die anderen - soweit mir unbekannt, hab ich auch schon geschoben - meine copytaste hat schon fleissig gearbeitet - danke. *freu*

liebe grüsse zurück, andrea

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22. Oktober 2004 um 15:16
In Antwort auf sora_11879443

Lacrimosa
das hab ich sofort erkannt - eine wissenlücke. denn - kannte ich nicht. wunderschön.

nietzsche liegt mir - sehr

aber die anderen - soweit mir unbekannt, hab ich auch schon geschoben - meine copytaste hat schon fleissig gearbeitet - danke. *freu*

liebe grüsse zurück, andrea

Es gibt noch mehr...
Der Spinnerin Lied

Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall
Da wir zusammen waren

Ich sing und kann nicht weinen
Und spinne so allein,
Den Faden klar und rein
So lang der Mond wird scheinen

Da wir zusammen waren
Sang süß die Nachtigall
Nun mahnet mich ihr Schall
Daß du von mir gefahren

So oft der Mond mag scheinen,
Gedenk ich dein allein,
Mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen

Seit du von mir gefahren
Singt stets die Nachtigall
Ich denk bei ihrem Schall
Wie wir zusammen waren

Gott wolle uns vereinen,
Hier spinn ich so allein,
Der Mond scheint klar und rein,
Ich sing und möchte weinen.

- clemens von bretano

_______________

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Hinab ins Tal, mit Rasen sanft begleitet,
Vom Weg durchzogen, der hinüber leitet,
Das weiße Haus inmitten aufgestellt,
Was ist's, worin sich hier der Sinn gefällt?


Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Erstieg ich auch der Länder steilste Höhen,
Von wo ich könnt die Schiffe fahren sehen
Und Städte fern und nah von Bergen stolz umstellt,
Nichts ist's, was mir den Blick gefesselt hält.


Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Und könnt ich Paradiese überschauen,
Ich sehnte mich zurück nach jenen Auen,
Wo Deines Daches Zinne meinem Blick sich stellt,
Denn der allein umgrenzet meine Welt.

- bettina v. arnim

______

nochmals liebe grüsse

cosmic.

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1. November 2004 um 13:19
In Antwort auf Cosmicgirl

Es gibt noch mehr...
Der Spinnerin Lied

Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall
Da wir zusammen waren

Ich sing und kann nicht weinen
Und spinne so allein,
Den Faden klar und rein
So lang der Mond wird scheinen

Da wir zusammen waren
Sang süß die Nachtigall
Nun mahnet mich ihr Schall
Daß du von mir gefahren

So oft der Mond mag scheinen,
Gedenk ich dein allein,
Mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen

Seit du von mir gefahren
Singt stets die Nachtigall
Ich denk bei ihrem Schall
Wie wir zusammen waren

Gott wolle uns vereinen,
Hier spinn ich so allein,
Der Mond scheint klar und rein,
Ich sing und möchte weinen.

- clemens von bretano

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Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt

Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Hinab ins Tal, mit Rasen sanft begleitet,
Vom Weg durchzogen, der hinüber leitet,
Das weiße Haus inmitten aufgestellt,
Was ist's, worin sich hier der Sinn gefällt?


Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Erstieg ich auch der Länder steilste Höhen,
Von wo ich könnt die Schiffe fahren sehen
Und Städte fern und nah von Bergen stolz umstellt,
Nichts ist's, was mir den Blick gefesselt hält.


Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!
Und könnt ich Paradiese überschauen,
Ich sehnte mich zurück nach jenen Auen,
Wo Deines Daches Zinne meinem Blick sich stellt,
Denn der allein umgrenzet meine Welt.

- bettina v. arnim

______

nochmals liebe grüsse

cosmic.

Mein lieblingsgedicht...
Douglas Malloch


Wenn du nicht Kiefer sein kannst auf dem Hügel,
Sei ein Busch im Tal aber sei
Der schönste kleine Busch am Ufer des Bachs.
Sei ein Busch, wenn du kein Baum sein kannst.

Wenn du kein Busch sein kannst, sei ein Büschel Gras
Und steh heiter am Straßenrand.
Wenn du kein Hecht sein kannst, sei einfach ein Barsch,
Aber der munterste Barsch im See.

Nicht nur Kapitän, auch Mannschaft muss sein,
Für alle von uns ist Platz.
Viel Arbeit ist zu tun und wenig,
Doch die Pflichten, die wir haben, sind gleich.

Wenn du keine Strasse sein kannst, sei nur ein Pfad.
Wenn du die Sonne nicht sein kannst, so sei ein Stern.
Es ist nicht die Größe, nach der du siegst oder fällst.
Sei das Beste, was immer du bist.

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2. November 2004 um 17:23

Die Liebe...
Dieses Gedicht habe ich per Kettenmail bekommen. Wer auch immer es verfasst hat, respekt, echt gelungen!

Es schmerzt, jemanden zu lieben und nicht zurückgeliebt zu werden, aber was am meisten schmerzhaft ist, ist jemanden zu lieben und niemals den Mut zu finden, der Person zu sagen, was du für sie empfindest.
Vielleicht möchte Gott, dass wir zuerst einige falsche Leute treffen, bevor wir den Richtigen finden. Dann sollten wir dankbar für das Geschenk sein.
Eine traurige Tatsache im Leben ist, dass du jemandem begegnest, der dir viel bedeutet, um am Ende herauszufinden, dass ihr nicht für einander geschaffen seid und du loslassen musst. Wenn sich eine Tür der Freude schließt, dann öffnet sich eine neue, aber allzu oft schauen wir so lange auf die geschlossene Tür, dass wir gar nicht sehen, wie sich eine andere Tür für uns geöffnet hat.
Der beste Freund ist jemand, mit dem du auf der Veranda sitzt und schaukelst, ohne ein Wort zu sagen und wenn du gehst, das Gefühl hast, es sei die beste Unterhaltung, die du jemals hattest. Es ist wahr, dass wir nicht wissen, was wir haben, bis wir es
verlieren, aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es erscheint.
Jemandem seine ganze Liebe zu geben ist niemals eine Garantie zurückgeliebt zu werden. Erwarte keine Liebe als Gegenzug, warte bis sie in den Herzen der anderen wächst. Aber wenn sie es nicht tut, so lasse sie in deinem Herzen wachsen und gedeihen. Es gibt Dinge, die du hören willst, aber du wirst sie niemals von der Person hören von der du sie hören willst! Aber sei nicht taub den Worten gegenüber, die jemand mit seinem Herzen sagt.

Sag nie: "good bye!" wenn du es noch versuchen willst, gib nie auf, wenn du denkst, du kannst es noch schaffen, sag nie, du liebst jemanden nicht mehr, wenn du nicht loslassen kannst. Die Liebe kommt zu denen, die immer noch hoffen, obwohl sie enttäuscht wurden, zu denen, die immer noch glauben, obwohl sie verraten wurden, zu denen, die Liebe brauchen und zu all denen, die immer noch lieben, obwohl sie verletzt wurden.
Es dauert nur eine Minute, sich in jemanden zu verlieben, eine Stunde, um jemanden zu mögen und einen Tag, um jemanden zu lieben. Dagegen dauert es ein Leben lang jemanden zu vergessen. Gehe nicht nach dem Aussehen, es kann täuschen. Gehe nicht nach dem Wohlstand, der ist nicht von Dauer.

SUCHE LIEBER JEMANDEN, DER DICH ZUM LACHEN BRINGT, DENN NUR EIN LÄCHELN LÄSST DEN DUNKELSTEN TAG HELLER ERSCHEINEN!!!

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2. November 2004 um 17:30

Und noch eins...
Somewhere within a dark and lush forest. . . where the waters fall into pools, I lie kissed by the sun, dreaming . . .

From the legends of King Arthur, Merlin, and Camelot, to the realms of magic, unicorns, and fairies, I dream a dream of a Princess finding love with her Prince.
From the depths of Fire, through the gates of Time, the desire to be a Warrior consumes me.
No longer a Child, but a Woman with a powerful destiny.
As I follow the path to the future, I see a Queen, with her King, in happiness and in love.
I will make my Dreams a reality.
This is my story....my joys, my tears, my fantasies and my Desires...Come see my world through my eyes.

Somewhere within a dark and lush forest... where the waters fall into pools, I lie kissed by the sun, dreaming...

(by ???)

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2. November 2004 um 17:51

Liebe und Schmerz
So eine Flamme besänftigt meine Trauer
diese Nacht fällt der Eisregen immer weiter.
Jemand liebt, jemand hasst,
das sticht das gschundene Herz bis auf den Grund.
Damals glaubte ich daran
und das bedaure ich nicht.
Einst einten unsre Schicksale was uns heute trennt.
Dieser Kuss zerreist mein Herz,
als wir uns trennten,
ich war so glücklich, dass sich unsere Geschichten fügten.
Doch diese schmerzliche Liebe
wird einst leicht und angenehm.
Warum bist du geboren?
warum lebst du?
Aus welchem Grund vergeht auch der Regen?
Nichts dauert an,
auch Liebe endet.

Das hier ist eigentlich ein japanisches Lied (von der Serie Weiß Kreuz), aber ich finde, das es irgendwie passt *snif*

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13. November 2004 um 15:22
In Antwort auf monday_11849549

Liebe und Schmerz
So eine Flamme besänftigt meine Trauer
diese Nacht fällt der Eisregen immer weiter.
Jemand liebt, jemand hasst,
das sticht das gschundene Herz bis auf den Grund.
Damals glaubte ich daran
und das bedaure ich nicht.
Einst einten unsre Schicksale was uns heute trennt.
Dieser Kuss zerreist mein Herz,
als wir uns trennten,
ich war so glücklich, dass sich unsere Geschichten fügten.
Doch diese schmerzliche Liebe
wird einst leicht und angenehm.
Warum bist du geboren?
warum lebst du?
Aus welchem Grund vergeht auch der Regen?
Nichts dauert an,
auch Liebe endet.

Das hier ist eigentlich ein japanisches Lied (von der Serie Weiß Kreuz), aber ich finde, das es irgendwie passt *snif*

Räusper
Wer bin ich
wer bin ich
jaja sis

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23. November 2004 um 16:21
In Antwort auf monday_11849549

Die Liebe...
Dieses Gedicht habe ich per Kettenmail bekommen. Wer auch immer es verfasst hat, respekt, echt gelungen!

Es schmerzt, jemanden zu lieben und nicht zurückgeliebt zu werden, aber was am meisten schmerzhaft ist, ist jemanden zu lieben und niemals den Mut zu finden, der Person zu sagen, was du für sie empfindest.
Vielleicht möchte Gott, dass wir zuerst einige falsche Leute treffen, bevor wir den Richtigen finden. Dann sollten wir dankbar für das Geschenk sein.
Eine traurige Tatsache im Leben ist, dass du jemandem begegnest, der dir viel bedeutet, um am Ende herauszufinden, dass ihr nicht für einander geschaffen seid und du loslassen musst. Wenn sich eine Tür der Freude schließt, dann öffnet sich eine neue, aber allzu oft schauen wir so lange auf die geschlossene Tür, dass wir gar nicht sehen, wie sich eine andere Tür für uns geöffnet hat.
Der beste Freund ist jemand, mit dem du auf der Veranda sitzt und schaukelst, ohne ein Wort zu sagen und wenn du gehst, das Gefühl hast, es sei die beste Unterhaltung, die du jemals hattest. Es ist wahr, dass wir nicht wissen, was wir haben, bis wir es
verlieren, aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es erscheint.
Jemandem seine ganze Liebe zu geben ist niemals eine Garantie zurückgeliebt zu werden. Erwarte keine Liebe als Gegenzug, warte bis sie in den Herzen der anderen wächst. Aber wenn sie es nicht tut, so lasse sie in deinem Herzen wachsen und gedeihen. Es gibt Dinge, die du hören willst, aber du wirst sie niemals von der Person hören von der du sie hören willst! Aber sei nicht taub den Worten gegenüber, die jemand mit seinem Herzen sagt.

Sag nie: "good bye!" wenn du es noch versuchen willst, gib nie auf, wenn du denkst, du kannst es noch schaffen, sag nie, du liebst jemanden nicht mehr, wenn du nicht loslassen kannst. Die Liebe kommt zu denen, die immer noch hoffen, obwohl sie enttäuscht wurden, zu denen, die immer noch glauben, obwohl sie verraten wurden, zu denen, die Liebe brauchen und zu all denen, die immer noch lieben, obwohl sie verletzt wurden.
Es dauert nur eine Minute, sich in jemanden zu verlieben, eine Stunde, um jemanden zu mögen und einen Tag, um jemanden zu lieben. Dagegen dauert es ein Leben lang jemanden zu vergessen. Gehe nicht nach dem Aussehen, es kann täuschen. Gehe nicht nach dem Wohlstand, der ist nicht von Dauer.

SUCHE LIEBER JEMANDEN, DER DICH ZUM LACHEN BRINGT, DENN NUR EIN LÄCHELN LÄSST DEN DUNKELSTEN TAG HELLER ERSCHEINEN!!!

Also ich lese das nicht einmal zu ende
aber du weißt schon, daß das kein gedicht ist.

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23. November 2004 um 16:25

Eines meiner
lieblings liebesgedichte

Liebeslied
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt,wenn deineTiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
(Rainer Maria Rilke)

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24. November 2004 um 18:28

Hymnen an die Nacht
Hinüber wall ich,
Und jede Pein
Wird einst ein Stachel
Der Wollust sein.
Noch wenig Zeiten,
So bin ich los
Und liege trunken
Der lieb im Schoß.
Unendliches Leben
Wogt mächtig in mir,
Ich schaue von oben
Herunter nach dir.
An jenem Hügel
Verlischt dein Glanz -
Ein Schatten bringet
Den kühlenden Kranz.
O!Sauge. Geliebter,
Gewaltig mich an,
Dass ich entschlummern
Und lieben Kann.
Ich fühle des Todes
Verjügende Flut,
Zu Balsam und Äther
Verwandelt mein Blut -
Ich lebe bei Tage
voll Glauben und Mut
Und sterbe die Nächte
In heiliger Glut.

(Aus Novalis)


Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält`s nicht aus,
hälts nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein, zu dem deinen hinein.

Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.

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25. November 2004 um 0:01
In Antwort auf esyllt_11873082

Also ich lese das nicht einmal zu ende
aber du weißt schon, daß das kein gedicht ist.

Lies es ruhig,
es ist anders, aber gut.

lass uns poesie nicht auf ein genormtes versmass einschränken.

(wenn du absätze reinbringst, und sei es nur in gedanken, wird es...fast ein gedicht )

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26. November 2004 um 19:28
In Antwort auf sora_11879443

Lies es ruhig,
es ist anders, aber gut.

lass uns poesie nicht auf ein genormtes versmass einschränken.

(wenn du absätze reinbringst, und sei es nur in gedanken, wird es...fast ein gedicht )

Ok
hier werden nur gedichte reingestellt das war so angedacht und ich würde meinen kommentar zurücknehmen, wenn ich könnte.

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28. November 2004 um 2:14

Ich lande immer wieder bei rilke...
In meinem wilden Herzen

Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem?

Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt

Berge ruhn, von Sternen überprächtigt;
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.

oder auch

Menschen bei Nacht

Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht.
Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht,
und du sollst ihn nicht suchen trotzdem.
Und machst du nachts deine Stube licht,
um Menschen zu schauen ins Angesicht,
so musst du bedenken: wem.

Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt,
das von ihren Gesichtern träuft,
und haben sie nachts sich zusammengesellt,
so schaust du eine wankende Welt
durcheinandergehäuft.
Auf ihren Stirnen hat gelber Schein
alle Gedanken verdrängt,
in ihren Blicken flackert der Wein,
an ihren Händen hängt
die schwere Gebärde, mit der sie sich
bei ihren Gesprächen verstehn;
und dabei sagen sie: Ich und Ich
und meinen: Irgendwen.

----------------
Sachliche Romanze (Kästner)

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen, sie kannten sich gut)
kam ihre Liebe plötzlich abhanden
Wie anderen Leuten ein Stock oder Hut

Sie waren traurig, betrugen sich heiter
versuchten Küsse, als ob nichts sei
und sahen sich an und wußten nicht weiter
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken
er sagt: es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken
Nebenan übte ein Mensch Klavier

Sie gingen ins kleinste Cafe am Ort
und rührten in ihren Tassen
Am Abend saßen sie immer noch dort
Sie saßen allein und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen

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28. November 2004 um 2:19
In Antwort auf Cosmicgirl

Das trunkene Lied
zählt auch zu meinen lieblingsgedichten, aber es gibts noch viele, viele andere ...

ecce homo

ja, ich weiss, woher ich stamme:
ungesättigt gleich der flamme
glühe und verzehr ich mich
licht wird alles, was ich fasse
kohle alles, was ich lasse
- flamme bin ich sicherlich.

- f. nietzsche

______________________

Die Birke

Eines Dichters Traumgerank
mag sich feiner nicht verzweigen,
leichter nicht dem Winde neigen,
edler nicht ins Blaue steigen.

Zärtlich, jung und überschlank
lässest du die lichten, langen
Zweige mit verhaltnem Bangen
jedem Hauche regbar hangen.

Also wiegend leis und schwank
willst du mir mit deinen feinen
Schauern einer zärtlich reinen
Jungendliebe Gleichnis scheinen.

- hermann hesse

____________________________


Nur zwei Dinge

Durch so viel Form geschritten,
durch Ich und Wir und Du,
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage.
Dir wurde erst spät bewußt,
es gibt nur eines: ertrage
- ob Sinn, ob Sucht, ob Sage -
dein fernbestimmtes: Du mußt.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
was alles erblühte, verblich,
es gibt nur zwei Dinge: die Leere
und das gezeichnete Ich.

- gottfried benn

_______________________

Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei - verjährt -
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb

Ich habe dich so lieb.

- j. ringelnatz

_______________________________

Eins und alles

Im Grenzenlosen sich zu finden,
Würd gern der Einzelne verschwinden.
Da löst sich aller Überdruss;
Statt heissem Wünschen, wildem Wollen,
Statt läst'gem Fordern, strengem Sollen,
Sich aufzugeben ist Genuss.

Weltseele, komm, uns zu durchdringen!
Dann mit dem Weltgeist selbst zu ringen
Wird unsrer Kräfte Hochberuf.
Teilnehmend führen gute Geister
Gelinde leitend, höchste Meister,
Zu dem, der alles schafft und schuf.
Und umzuschaffen das Geschaffne
Damit sich's nicht zum Starren waffne,
Wirkt ewiges lebendiges Tun.
Und was nicht war, nun will es werden,
Zu reinen Sonnen, farbigen Erden,
In keinem Falle darf es ruhn.
Es soll sich regen, schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht's Momente still.

Das Ewige regt sich fort in allem:
Denn alles muss in Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will.

- goethe

____________________________

So tief und weich, als ob es Gräber wären,
Laß unsre duftumhüllten Lager sein,
Und ringsum Blumen, die in schönren Sphären
Für uns erblüht in einem fremden Hain.

Laß unser letztes Glühen und Begehren
Gleich düsterroten Fackeln lodern drein,
Zwiefache Flammen, die sich spiegelnd mehren
In unsrer Doppelseele Widerschein.

Der Abend brennt in rosig-blauem Flimmer,
Ein letztes Glühen noch, dann schweigt für immer
Der lange Seufzer, schwer von Abschiedsqual.

Und lächelnd tritt ein Engel in das Zimmer
Und weckt zu neuem Leben, neuem Schimmer
Erloschne Spiegel, toter Kerzen Strahl.

- charles baudelaire - les fleurs du mal - der tod der liebenden

_____________________________

eine nacht in ewigkeit

Nicht nur ein Wort
Erhellt die Nacht
Unsere Herzen strahlen
In tiefster Sehnsucht
Und unsere Seelen
Fallen diesem Glanz
Abgeschieden blende mich
Verführe mich - durchflute mich
Du strömend Licht
Erhellst du mich?

Aus der Stille - aus dem Nichts
Eingetaucht in mich
Erhalte mich in dieser Nacht...

Hat auch der Knebel der Vernunft
Mich nicht bewahrt
Verschlungen trinken nun
Verschmolzen wir zu bluten
Opfer sind wir Täter und
Erstürmen unserer Nähe Sucht
Durch Fleisch und Raum
Durch Zeit und Lust
Durch Schweiss und Sucht
Durch mich in dich

Verführe mich - durchflute mich
Durchströme mich
Erhelle mich!

Aus der Stille - aus dem Nichts
Eingetaucht in dich
Erhalte mich - in dieser Nacht...

Und wenn ich dich berühre
Deinen Körper bis in jede Zelle spüre
Und wenn ich dich umgarne
Deine Blösse um die
Meine feucht ich fühle
Und wenn wir uns verlieren
Nur gemeinsam und für immer diese
Nacht einander schenken
Und wenn die Schatten fallen
Zwischen deine Lippen ich den letzten
Kuss ganz tief versenke

Eine Nacht in Ewigkeit
So sind wir für immer vereint
Und Schönheit wiegt uns
Schliesslich in den Schlaf...

- lacrimosa


____________________________

Es gibt ein Leben, dessen Faden
Ganz eng verflochten ist dem meinen.
Will das Schicksal ihnen schaden,
So trennt es beide oder keinen.

Es gibt den Leib,
in den mein Blick Sich mit Entzücken oft versenkt;
Bei Tag erfüllt er mich mit Glück,
Und nachts der Traum ihn wiederschenkt.

Es gibt die Stimme, deren Klang
Besänftigt meinen wilden Sinn.
Hör ich der Seraphim Gesang,
Mischt diese Stimme sich in ihn.

Es gibt das Antlitz, dessen Rot
Entflammt wird durch der Liebe Licht
Und das erbleicht, wenn Abschied droht,
Und dann noch mehr von Liebe spricht.

Es gibt die Lippe, die mich küsst,
Doch keinen andern je vorher.
Ich schwor, dass sie mein eigen ist,
Und küsse sie drum mehr und mehr.

Es gibt die Brust, die meiner Qual
So oft ein sanftes Kissen scheint,
Den Mund, der lächelt mir zumal,
Das Aug, das weint, wenn meines weint.

Es gibt zwei Herzen, deren Regung
Möchte immer nur in eins verfließen,
So dass im Einklang der Bewegung
Sie schlagen oder sterben müssen.

Es gibt zwei Seelen, welche immer
Vereint sind, wie ein Strom verrinnt;
Und trennte man sie... trennen? nimmer!
Es trennt sie nichts, denn eins sie sind.

- lord byron


____________

Ich hab dich zum König ernannt

Ich hab dich zum König ernannt.
Größere gibt es, größer als du.
Reinere gibt es, reiner als du.
Schönere gibt es, schöner als du.

Doch du bist der König.

Wenn du durch die Straßen gehst,
erkennt dich keiner.
Niemand sieht deine Krone aus Kristall,
niemand schaut
den Teppich aus rotem Gold,
den jeder Schritt von dir betritt,
den Teppich, der gar nicht da ist.

Und wenn du erscheinst,
rauschen alle Flüsse
in meinem Körper auf, rütteln
die Glocken am Himmel,
und ein Hymnus erfüllt die Welt.

Nur du und ich,
nur du und ich,
nur du und ich,
mein Lieber,
hören ihn tönen.

- pablo neruda (original in der weibl. form königin)

_________________________


das sollte erstmal reichen...

liebe grüsse,
cosmic.

Haaaaaaach, ringelnatz
vielen dank für das wecken einer erinnerung

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18. Januar 2005 um 14:33

Wahre Liebe
Ein Mädchen fragte einen Jungen "Magst du mich?" - Er sagte nein. Sie fragte
"Findest du mich hübsch?" - Er sagte nein. Sie fragte "Bin ich in deinem
Herz?" - Er sagte nein. Als letztes fragte sie "Wenn ich weg gehen würde
würdest du für mich weinen?" - Er sagte wieder nein. Sie ging traurig davon.

Er packte sie am Arm und sagte "Ich mag dich nicht, ich liebe dich. Ich
finde dich nicht hübsch, ich finde dich wunderschön. Du bist nicht in meinem
Herz, du bist mein Herz. Ich würde nicht für dich weinen, ich würde für dich
sterben!"

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21. Januar 2005 um 0:38

Traumtänzer


Die Schatten werden länger
der Zug fährt ab
meine Liebe
lasse ich zurück
es tut weh
Dich leiden zu sehen

Es muss etwas geschehen
damit auch ich
nicht mehr leide
ich sammele Kraft
für den Neuanfang
mit Dir

Leicht wird es nicht
das wissen wir beide
unsere Schatten
begleiten uns
aber die Wolken
werden weiter ziehn

Bewusstsein für den Alltag
haben wir beide
unsere Reife
trägt Früchte
unsere Liebe
begleitet uns

Der Mut
es zu wagen
wächst mit jedem Treffen
wie mein Vertrauen
in mich
und zu Dir

Wir sind beide keine Kinder
wir träumen
aber überdenken unsere Pläne
immer wieder
und schätzen ab
was realistisch ist

Traumtänzer
auf dem Weg
in ein gemeinsames Leben
nicht ohne Probleme
sondern auch mit Bewusstsein
sind wir

Traumtänzer-aber auch Realisten...


__________________
Die meisten Menschen, Kamala, sind wie ein fallendes Blatt, das weht und dreht sich durch die Luft...andre aber, wenige, sind wie Sterne, die gehen eine feste Bahn, kein Wind erreicht sie, in sich selber haben sie ihr Gesetz und ihre Bahn. Hermann Hesse, Siddhartha

19.09.2004, 17:36 leonie1 ist offline Profil von leonie1 Füge leonie1 deiner Freunde-Liste hinzu Private Nachricht an leonie1 senden
leonie1
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was ich mir wünscheAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträgen von leonie1 suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ich nehme Dich an
wie Du bist
volle Akzeptanz
ohne Abstriche-
jeden Tag

ich wünsche mir
"ich" sein zu können
bei Dir und mit Dir
ohne mich zu verbiegen-
ganz ich

was ich mir wünsche
ist realisierbar
mit dem Bewusstsein
unserer Reife-

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27. Juli 2005 um 5:39

Was dazu gehört
Liebe ist Vertrauen
Vertrauen braucht zeit
Zeit hilft Verstehen
verständnis ist Liebe

Freunde geben Kraft
Kraft ist Stärke
Stärke ist das Gefühl
dem Leben gewachsen zu sein

Das Blatt gehört zum Baum
sonst ist er leer
Sowie das Salz gehört zum Meer
Leben gehört immer dazu
Und in mein Leben gehörst Du!

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27. Juli 2005 um 6:52

Was dazu gehört
Liebe ist Vertrauen
Vertrauen braucht zeit
Zeit hilft Verstehen
verständnis ist Liebe

Freunde geben Kraft
Kraft ist Stärke
Stärke ist das Gefühl
dem Leben gewachsen zu sein

Das Blatt gehört zum Baum
sonst ist er leer
Sowie das Salz gehört zum Meer
Leben gehört immer dazu
Und in mein Leben gehörst Du!

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29. Juli 2005 um 21:07

Klärchen von Goethe
Freudvoll und leidvoll,
gedankenvoll sein,
langen und bangen
in schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
zu Tode betrübt-
Glücklich allein ist die Seele die liebt

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2. August 2005 um 23:52

Von Brecht:
"Morgens und Abends zu lesen"

Der den ich liebe
hat mir gesagt
dass er mich braucht.

Darum
Gebe ich auf mich Acht,
sehe ich auf meinen Weg
und fürchte von jedem Regentropfen,
dass er mich erschlagen könnte.

Bertold Brecht

(Kann sein, das ich ein paar Enjambements falsch gesetzt habe, hatte das Gedicht nur noch in der Erinnerung, finde es aber sehr schön!)

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4. August 2005 um 21:50

Die Botschaft von: www.freepeltier.org
Die Botschaft

Schweigen, so sagt man, ist die Stimme der
Komplizen.
Aber Schweigen ist nicht möglich.
Schweigen schreit.
Schweigen ist Botschaft,
so wie Nichtstun Handlung.

In jedem Wort, in jeder Handlung
laß dein Wesen laut erklingen und widerhallen.
Nimm dein eigenes Wesen an.
Es führt kein Weg daran vorbei,
weder an deinem Wesen noch an der Verantwortung.

Du bist, was du tust.
Du bist deine wohlverdiente Strafe.
Du wirst deine eigene Botschaft.

Du bist die Botschaft.

---------------------------------------------

Wir sind nicht getrennt


Wir sind keine getrennten Wesen, du und ich.
Wir sind verschiedene Fasern des gleichen Wesens.

Du bist ich und ich bin du
und wir sind sie und sie sind wir.

So sollen wir sein,
jeder von uns einer,
jeder von uns alle.

Du greifst durch die Leere des Andersseins nach mir
und berührst deine eigene Seele!

----------------------------------------------

Schrei eines Adlers


Hört mir zu!
Hört zu!
Ich bin die Stimme der Indianer.
Hört, wie ich aus dem Wind erklinge,
hört, wie ich aus der Stille erklinge.
Ich bin die Stimme der Indianer.
Hört mir zu!

Ich spreche für unsere Vorfahren.
Aus ihren ruhelosen Gräbern rufen sie euch an.
Ich spreche für die ungeborenen Kinder.
Aus ihrer sprachlosen Stille rufen sie euch an.

Ich bin die Stimme der Indiander.
Hört mir zu!
Ich bin ein Chor von Millionen.
Hört uns!
Unser Adlerschrei wird nicht verstummen!

Wir sind euer eigenes Gewissen, das euch ruft.
Wir sind ihr,
die ungehört un euch schreien.
Gebt meiner ungehörten Stimme Gehör.
Laßt mich mit dem Herzen sprechen und die
Worte nicht verstummen,
sie durch den Wind Millionen zuflüstern,
allen denen es nicht egal ist,
allen die Ohren haben, um zu hören,
und Herzen, die mit meinem
zusammen schlagen.

Legt euer Ohr an den Boden
und hört mein Herz dort schlagen.
Legt euer Ohr an den Wind
und hört mich dort sprechen.

Wir sind die Stimme der Erde,
der Zukunft,
des Großen Geheimnisses.

Hört uns!

-----------------------------

Alle drei Gedichte sind von Leonard Peltier



und ich danke dir für dein lesen


lG. Rena

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16. Oktober 2005 um 20:26

Was es ist von Erich Fried
Es ist unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe.

lg bin Neu hier kannst mir auch gerne ein paar Gedichte schreiben an: sisiygirl89@yahoo.de

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21. Oktober 2005 um 11:46

Wow
Darf ich fragen von woher du dieses Stück hast?

Liebe Grüsse

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21. Oktober 2005 um 11:54
In Antwort auf monday_11849549

Die Liebe...
Dieses Gedicht habe ich per Kettenmail bekommen. Wer auch immer es verfasst hat, respekt, echt gelungen!

Es schmerzt, jemanden zu lieben und nicht zurückgeliebt zu werden, aber was am meisten schmerzhaft ist, ist jemanden zu lieben und niemals den Mut zu finden, der Person zu sagen, was du für sie empfindest.
Vielleicht möchte Gott, dass wir zuerst einige falsche Leute treffen, bevor wir den Richtigen finden. Dann sollten wir dankbar für das Geschenk sein.
Eine traurige Tatsache im Leben ist, dass du jemandem begegnest, der dir viel bedeutet, um am Ende herauszufinden, dass ihr nicht für einander geschaffen seid und du loslassen musst. Wenn sich eine Tür der Freude schließt, dann öffnet sich eine neue, aber allzu oft schauen wir so lange auf die geschlossene Tür, dass wir gar nicht sehen, wie sich eine andere Tür für uns geöffnet hat.
Der beste Freund ist jemand, mit dem du auf der Veranda sitzt und schaukelst, ohne ein Wort zu sagen und wenn du gehst, das Gefühl hast, es sei die beste Unterhaltung, die du jemals hattest. Es ist wahr, dass wir nicht wissen, was wir haben, bis wir es
verlieren, aber es ist auch wahr, dass wir nicht wissen, was wir vermissen, bis es erscheint.
Jemandem seine ganze Liebe zu geben ist niemals eine Garantie zurückgeliebt zu werden. Erwarte keine Liebe als Gegenzug, warte bis sie in den Herzen der anderen wächst. Aber wenn sie es nicht tut, so lasse sie in deinem Herzen wachsen und gedeihen. Es gibt Dinge, die du hören willst, aber du wirst sie niemals von der Person hören von der du sie hören willst! Aber sei nicht taub den Worten gegenüber, die jemand mit seinem Herzen sagt.

Sag nie: "good bye!" wenn du es noch versuchen willst, gib nie auf, wenn du denkst, du kannst es noch schaffen, sag nie, du liebst jemanden nicht mehr, wenn du nicht loslassen kannst. Die Liebe kommt zu denen, die immer noch hoffen, obwohl sie enttäuscht wurden, zu denen, die immer noch glauben, obwohl sie verraten wurden, zu denen, die Liebe brauchen und zu all denen, die immer noch lieben, obwohl sie verletzt wurden.
Es dauert nur eine Minute, sich in jemanden zu verlieben, eine Stunde, um jemanden zu mögen und einen Tag, um jemanden zu lieben. Dagegen dauert es ein Leben lang jemanden zu vergessen. Gehe nicht nach dem Aussehen, es kann täuschen. Gehe nicht nach dem Wohlstand, der ist nicht von Dauer.

SUCHE LIEBER JEMANDEN, DER DICH ZUM LACHEN BRINGT, DENN NUR EIN LÄCHELN LÄSST DEN DUNKELSTEN TAG HELLER ERSCHEINEN!!!

Kein Gedicht...
...na und?
Wenn es doch meine Seele berührt und aus ihr spricht, wie selten zuvor?
Wenn es einfach nur wunderschön geschrieben ist und all meine Gefühle in einer Seite erfassen vermag...

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28. Oktober 2005 um 23:07

Meins ist
Im Nebel




Seltsam,im Nebel zu wandern
Einsam ist jeder Busch und Stein
Kein Baum sieht den andern
Jeder ist allein



Voll von Freunden war mir die Welt
Als noch mein Leben licht war
Nun,da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar




Wahrlich,keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt





Seltsam,im Nebel zu wandern
Leben ist Einsamsein
Kein Mensch kennt den andern
Jeder ist allein


Hermann Hesse(1877-1962)

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2. November 2005 um 15:20

""
Vertrau auf Gott

Wer nicht zwischen den Zeilen ließt wird nie einsehen was das Leben bringt und wie man es nimmt. Auch wenn du weißt dir ist ein unglück geschehen, denk nach und du wirst einsehen, das Leben muss weiter gehn. Und wie oft hat sich ein Unglück schon zum Guten gewendet? Denn es ist Gott der uns in dieser Not seine Liebe spendet. Gott hat die Macht und darauf sollen wir vertrauen, Gott hat die Macht und auf seine Liebe kann man bauen. Geh den richtigen weg und du wirst sehn, es wird immer ein Licht für dich am Himmel stehn. Vertrau auf Gott denn er hat die Macht, vertrau auf Gott, denn so gewinnst du jede Schlacht.

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18. Mai 2007 um 17:27
In Antwort auf elise_12885087

Räusper
Wer bin ich
wer bin ich
jaja sis

Der Erlkoenig
Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

2. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

3. Du liebes Kind, komm geh' mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.

4. Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind.

5. Willst feiner Knabe du mit mir geh'n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.

6. Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort?
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

7. Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
Erlkönig hat mir ein Leids getan.

8. Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen das Kind war tot.

Tip: geht mal auf www.trottoirpoesie.de - da findet ihr schoene Gedichte und koennt auch selber welche schreiben, dikutieren und sogar entdeckt werden

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